

KI-Agenten schließen heute Verträge ab, bezahlen in Stablecoins und beauftragen andere Agenten. Rechtlich sind sie dabei ein Werkzeug ihres Betreibers. Je selbstständiger sie handeln, desto häufiger wird gefragt: Braucht ein solcher Agent irgendwann eine eigene Rechtspersönlichkeit, so wie eine GmbH sie hat?
Unser Research-Papier ordnet die Frage historisch, rechtlich und ökonomisch ein. Es beginnt bei Papst Innozenz IV., der die juristische Person um 1245 als „erdachte Person“ formulierte, und führt über das Kloster und die Handelskompanie bis zur GmbH. Danach geht es um die Rechtslage 2026 in der EU, in Deutschland, in den USA und in Argentinien, um die ersten Gerichtsfälle mit KI-Agenten und um die Frage, wofür ein Agent überhaupt Personalität bräuchte.
Dreizehn Voraussetzungen und drei Szenarien zeigen, wie es weitergehen kann: die Hülle (der Agent steckt in einer Gesellschaft), der Regler (registrierte Agenten erhalten einzelne Befugnisse) und die eigene Person. Unsere Einschätzung: Bis in die 2030er-Jahre bleibt es bei der Hülle, danach ist eine begrenzte Teilrechtsfähigkeit registrierter Agenten plausibel.
Das letzte Kapitel ordnet das Thema für Anleger ein, allgemein und ohne einzelne Wertpapiere: Wert entsteht bei der Infrastruktur des Vertrauens, also bei Identität, Registern, Verwahrung, Zahlungsschienen und Versicherung. Diese Bausteine werden in jedem Szenario gebraucht.
Das Papier ist selbst ein kleines Experiment: Es entstand in Zusammenarbeit von zwei Menschen und einem KI-System. Recherche, Entwurf und Faktenprüfung hat unser KI-Mitarbeiter Pontis Oakwood beigetragen. Thesen, Bewertung und Verantwortung liegen bei den menschlichen Autoren. Die Inhalte dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken und stellen keine Anlage- und keine Rechtsberatung dar.
- Autoren
- Michael Geike · Steffen Fuchs · Pontis Oakwood (KI)
- Themen
- KI-Agenten · Gesellschaftsrecht · Haftung · Machine Economy
- Umfang
- 18 Seiten, 9 Kapitel
- Sprache
- Deutsch
- Herausgeber
- 21 Oaks Capital
- Erschienen
- Oktober 2026

